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RADREISE JENA - JEMEN |
Der Hinweg: 1 |
Kilometer: 500 (9. Tag) 26.08.1998
PASSAU. Nach den chaotischen Auszugstagen (wir stellten unseren kompletten
Hausstand bei einem Freund in Weimar ein) und diversen Reisevorbereitungen
in letzter Minute, stand am 18. August der Reiseaufbruch an. Zum letzten
Frühstück in der alten WG kamen einige Freunde aus Jena, Weimar
und Augsburg. Als gegen 10 Uhr die Presse und das MDR-Fernsehen anrückten,
verließen manche von ihnen fluchtartig das Haus. Auch wir waren
etwas nervös, packten dann aber brav unsere letzten Sachen vor laufender
Kamera ein und fuhren zusammen mit einigen Freunden im Pulk los.

Nach und nach verabschiedeten wir uns von den zurückbleibenden Freunden. Am
längsten begleitete uns Christian Hohn, ein Lokführer aus Augsburg,
der erst am 2. Tag nach 150 km in Marktleuthen in den Zug stieg. Nach 4
Tagen Strampeln durch deutsches Mittelgebirge erreichten wir "fahrplanmäßig"
die Wohnung meiner Schwester in Regensburg. Hier stand Nidhis Patenschaftsfest
(eine Art Taufe ohne Kirche) auf dem Programm. Nidhi ist ein kleines Mädchen
aus Indien, das bei meiner Schwester und ihrem Mann ein neues Zuhause
gefunden hat. Der Grund, warum wir unbedingt pünktlich ankommen mußten,
ist, daß ich die Patenschaft von Nidhi übernommen habe und die Feier
ohne Patin, wie eine Hochzeit ohne Braut wäre. Nach diesem Wochenende
hieß es, hier ein zweites Mal für ein Jahr Abschied zu nehmen. Dennoch
waren wir immer noch nicht alleine unterwegs, denn Lydia, eine gute Freundin
von uns, wird noch bis Wien unsere Begleiterin sein. (B.V.)
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© Mai 1998 by V. Heiland / B. Vetter
All rights reserved! Last update: 23.10.1998 |
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